Soziale und geographische Ausgangssituation

VON DINA NIEHAUS; DENNIS STEGEMERTEN; SIMON REEFMANN

Literatur: Lensing, Helmut: „Der Aufstiege der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in der Grafschaft Bentheim 1923-1933“. In: Osnabrücker Mitteilungen, Bd. 111. Osnabrück 2006

Die Grafschaft Bentheim war in den beginnenden 20er Jahren zu einer Art „Insel“ geworden. Die Infrastruktur war schlecht und die Grafschaft stand fast ausschließlich mit den Niederlanden in Kontakt. Zu den eher katholischen Gebieten des Emslandes und Westfalens hatte man schon auf Grund des religiösen Grabens keinen Kontakt. Denn in der Grafschaft waren 81% der Bevölkerung protestantisch. Ein Großteil der Protestanten gehörte den reformierten Calvinisten an. Der Calvinismus [Vgl. Wikipedia (2003): „Calvinismus“. URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Calvinisten (Stand: 15. Mai 2008)] hat eine besonders strenge und konservative Glaubensauffassung. Damit war die Grafschaft ziemlich isoliert vom Rest des deutschen Reiches, so dass die Grafschaft viele Entwicklungen, gesellschaftliche Veränderungen und die Industrialisierung gar nicht, beziehungsweise erst mit einer gewissen Verzögerung erlebte.
Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Grafschaft überwiegend landwirtschaftlich geprägt war. Ausnahmen waren die Orte Nordhorn, Schüttorf und auch abgeschwächt Gildehaus, in denen sich eine Textilindustrie entwickelte. Im Verlauf der Jahre wurde Nordhorn sogar zu einem der Zentren der deutschen Textil-Industrien [Vgl. Wikipedia (2003):„Textilindustrie“.URL:http://de.wikipedia.org/wiki/Textilindustrie#Zentren_der_Textilindustrie (Stand 15. Mai 2008), siehe auch Facharbeit: „Die Textilindustrie in der Grafschaft Bentheim – Zum Scheitern verurteilt?“ von Jens Hoffmann und Vanessa Schmidt, Bad Bentheim 2008].

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